Vorschau webAION 2.0. Formulare werden hier nicht versendet.

Zum Inhalt springen
Anfrage senden
Menü
Website RelaunchChecklisteSEOMigrationWebdesign

Website-Relaunch Checkliste: 20 Punkte inklusive SEO-Umzug

Checkliste für den Website-Relaunch: 20 Punkte zu URL-Liste, 301-Weiterleitungen, Tests und Kontrolle in der Search Console, dazu der Kostenrahmen.

Ronni Wordel
, aktualisiert am
8 Min. Lesezeit
Website-Relaunch Checkliste: 20 Punkte inklusive SEO-Umzug

Passend zum Thema: In einer Minute ausrechnen, was Ihre Website ungefähr kostet.

Zum Kostenrechner

Ein Website-Relaunch ist wie ein Umzug: Wenn Sie gut planen, läuft alles reibungslos. Wenn Sie planlos loslegen, geht im schlimmsten Fall Sichtbarkeit verloren, weil Google die alten Seiten nicht mehr findet.

Diese Checkliste führt Sie durch die 20 wichtigsten Punkte vor, während und nach dem Relaunch. Ein Schwerpunkt ist der SEO-Umzug, also alles, was dafür sorgt, dass die neue Seite von Google richtig gelesen wird. Wer die Kosten einordnen will, findet sie gleich im Abschnitt „Was ein Relaunch kostet“.

Warum ein Website-Relaunch scheitert

Die drei häufigsten Gründe für gescheiterte Relaunches:

  1. Keine SEO-Vorbereitung: Alte Adressen (URLs) werden nicht weitergeleitet, Seiten fallen aus den Suchergebnissen
  2. Kein Testlauf: Die neue Seite geht live mit Fehlern, die vorher hätten auffallen müssen
  3. Zu viel auf einmal: Design, Technik, Inhalte und Struktur gleichzeitig ändern überfordert alle Beteiligten

Was ein Relaunch kostet

Die Kosten hängen von Seitenzahl, Funktionen und der Menge der alten Inhalte ab. Zwei Orientierungspunkte, beide mit Quelle:

  • Spanne am Markt: rafaelalex.de nennt 3.000 bis 25.000 € (Stand 17.06.2026). Für einen Relaunch mit 10 bis 15 Seiten nennt lukas-rudrof.de etwa 4.000 bis 8.000 € (Stand 26.04.2026).
  • Bei webAION: Ein Relaunch ist ein Neubau im passenden Webdesign-Paket, mit Preisen nach Projektart. Die Tabelle steht auf der Seite Website-Relaunch mit Festpreis, die Gesamtkosten einer Website im Kostenratgeber.

Rechnen Sie neben dem Neubau mit dem Weiterleitungsplan für die alten Adressen. Ob er im Paketpreis liegt oder nach Aufwand berechnet wird, hängt von der Zahl der alten Adressen ab und steht im Angebot.

Phase 1: Vor dem Relaunch (Punkte 1 bis 10)

1. Ziele definieren

Bevor Sie anfangen, beantworten Sie: Warum machen Sie den Relaunch? Mögliche Ziele:

  • Mehr Anfragen und Leads generieren
  • Bessere Ladezeiten und Core Web Vitals
  • Modernes Design für mehr Vertrauen
  • Mobile-Optimierung verbessern
  • Neue Dienstleistungen oder Produkte präsentieren
  • Bessere SEO-Performance

Definieren Sie maximal drei Hauptziele und messen Sie den Erfolg daran.

2. Bestandsaufnahme: Was funktioniert?

Bevor Sie alles über Bord werfen, analysieren Sie, was auf Ihrer aktuellen Website gut läuft:

  • Besucherstatistik: Welche Seiten bringen den meisten Besuch?
  • Google Search Console: Für welche Suchanfragen werden Sie gefunden?
  • Anfragen: Welche Seiten führen zu Kontakten?

Was gut funktioniert, sollten Sie behalten oder verbessern, nicht ersetzen.

3. Alle URLs dokumentieren

Erstellen Sie eine vollständige Liste aller bestehenden URLs. Das ist der wichtigste Schritt für den SEO-Erhalt:

  • Exportieren Sie die Sitemap oder nutzen Sie ein Crawling-Werkzeug
  • Ergänzen Sie die Adressen, die die Search Console kennt
  • Dokumentieren Sie für jede URL: aktueller Titel, Meta-Description, Positionen, Besuch
  • Kennzeichnen Sie, welche URLs bleiben, welche sich ändern und welche wegfallen

4. Weiterleitungsplan erstellen

Für jede alte URL, die sich ändert oder wegfällt, brauchen Sie eine 301-Weiterleitung. Keine Ausnahme.

Alte URL Neue URL Typ
/leistungen/webdesign /webdesign 301
/blog/alter-artikel /ratgeber/neuer-artikel 301
/impressum.html /impressum 301

Ohne Weiterleitungen gehen die Verweise (Backlinks) und die Sichtbarkeit dieser Seiten verloren. Wer den Plan nicht selbst erstellen will, findet das Angebot unter Relaunch mit Weiterleitungsplan.

5. Content-Audit durchführen

Prüfen Sie jeden einzelnen Inhalt Ihrer Website:

  • Behalten: Gut gefundene, aktuelle Inhalte
  • Überarbeiten: Veraltete Inhalte mit Potenzial
  • Zusammenführen: Mehrere dünne Seiten zum gleichen Thema
  • Löschen: Inhalte ohne Besuch, Positionen oder Relevanz (mit 301 auf eine passende Seite)

6. Keyword-Strategie überprüfen

Ein Relaunch ist die Gelegenheit, Ihre Keyword-Recherche zu aktualisieren:

  • Welche neuen Suchbegriffe sind relevant?
  • Gibt es Lücken, die Ihre Wettbewerber abdecken?
  • Stimmt die Seitenstruktur mit Ihrer Keyword-Strategie überein?

7. Informationsarchitektur planen

Die Struktur Ihrer neuen Website sollte:

  • Maximal 3 Klicks bis zu jedem wichtigen Inhalt
  • Logische Hierarchie (Startseite, Leistungsseiten, Unterseiten)
  • Klare Navigation ohne Dropdown-Labyrinthe
  • Sinnvolle interne Verlinkung

8. Design und Usability

Gutes Webdesign ist mehr als Ästhetik:

  • Mobile-First: Entwerfen Sie zuerst für Smartphones, dann für Desktop
  • Ladezeit: Jede Sekunde zählt. Planen Sie Performance von Anfang an ein
  • Barrierefreiheit: Kontraste, Schriftgrößen und Navigation für alle Nutzer
  • Handlungsaufforderungen: Call-to-Action-Knöpfe, Kontaktformulare, Telefonnummer

9. Technische Anforderungen festlegen

Klären Sie vor dem Start:

  • Welche Technologie? (WordPress, Astro, Next.js)
  • Welches Hosting? (Shared, VPS, Managed)
  • SSL-Zertifikat vorhanden?
  • Datenschutz-Anforderungen (Cookie-Banner, Datenschutzerklärung)
  • Messung (Besucherstatistik, Search Console)

10. Testumgebung einrichten

Die neue Website wird auf einer Staging-Umgebung entwickelt, nicht live. Diese Testumgebung:

  • Ist nicht öffentlich zugänglich
  • Wird von Google nicht indexiert (robots.txt, noindex)
  • Bildet die finale Umgebung möglichst exakt ab
  • Erlaubt umfangreiche Tests vor dem Go-Live

Phase 2: Während des Relaunchs (Punkte 11 bis 15)

11. SEO-Checkliste vor dem Go-Live

Prüfen Sie auf der Staging-Umgebung:

  • Alle Title-Tags und Meta-Descriptions gesetzt
  • H1-Überschrift auf jeder Seite vorhanden und einzigartig
  • Interne Links funktionieren (keine 404-Fehler)
  • Bilder haben Alt-Texte
  • Schema.org-Markup implementiert
  • Canonical-Tags korrekt gesetzt
  • XML-Sitemap generiert und korrekt

12. Performance testen

Vor dem Go-Live sollte die Performance stimmen. Orientierung geben die Core Web Vitals von Google:

  • Largest Contentful Paint (LCP) unter 2,5 Sekunden
  • Cumulative Layout Shift (CLS) unter 0,1
  • Interaction to Next Paint (INP) unter 200 Millisekunden; er hat den früheren Wert First Input Delay abgelöst
  • Als Richtwert, nicht als Pflicht: PageSpeed-Insights-Wert über 90 (mobil und Desktop)

13. Weiterleitungen implementieren und testen

Setzen Sie alle geplanten 301-Weiterleitungen um und testen Sie jede einzelne:

  • Alte URL im Browser eingeben
  • Prüfen, ob die Weiterleitung auf die richtige neue URL führt
  • HTTP-Statuscode prüfen (muss 301 sein, nicht 302)
  • Weiterleitungsketten vermeiden: alte URL direkt auf das endgültige Ziel

14. Messung einrichten

Stellen Sie sicher, dass die Messung korrekt konfiguriert ist:

  • Besucherstatistik mit den wichtigen Ereignissen (Anruf, Formular, Klick auf E-Mail), datenschutzkonform eingerichtet
  • Google Search Console mit neuer Sitemap
  • Weitere Werkzeuge, die Sie bisher nutzen
  • Cookie-Banner korrekt eingebunden (DSGVO-konform)

15. Go-Live-Zeitpunkt wählen

  • Nicht am Freitagnachmittag (falls Probleme auftreten, ist am Wochenende niemand da)
  • Nicht in Hochphasen Ihres Geschäfts
  • Idealerweise Dienstag bis Donnerstag, morgens
  • Planen Sie den ganzen Tag für Kontrolle und Fehlerbehebung ein

Phase 3: Nach dem Relaunch (Punkte 16 bis 20)

16. Sofort-Check nach Go-Live

In den ersten Stunden prüfen Sie:

  • Startseite und alle Hauptseiten laden korrekt
  • Kontaktformular funktioniert (Testanfrage senden)
  • Telefonnummern und E-Mail-Adressen korrekt
  • SSL-Zertifikat aktiv (HTTPS)
  • Cookie-Banner funktioniert
  • Mobile Darstellung auf echten Geräten

17. Neue Sitemap einreichen

Reichen Sie die aktualisierte XML-Sitemap sofort in der Google Search Console ein. Das hilft Google, die neuen Seiten zu finden.

18. Weiterleitungen beobachten

Prüfen Sie in den ersten Wochen regelmäßig die Google Search Console auf:

  • 404-Fehler (fehlende Weiterleitungen)
  • Crawling-Fehler
  • Indexierungsprobleme
  • Veränderungen der Positionen

19. Performance überwachen

Vergleichen Sie die Werte vor und nach dem Relaunch:

  • Besuch aus der Suche (Besucherstatistik)
  • Positionen für Ihre wichtigsten Suchbegriffe (Search Console)
  • Anfragen, Anrufe, Käufe
  • Ladezeiten und Core Web Vitals

Wichtig: Kurzfristige Schwankungen nach dem Start sind möglich. Beobachten Sie die Entwicklung über mehrere Wochen. Kommen wichtige Seiten nicht zurück, prüfen Sie zuerst Weiterleitungen, Indexierung und die Inhalte dieser Seiten.

20. Inhaltsplan für die ersten 90 Tage

Ein Relaunch ist der Startschuss, nicht das Ziel. Planen Sie für die ersten drei Monate:

  • Regelmäßige Ratgeber-Beiträge oder Neuigkeiten
  • Aktualisierung von bestehenden Inhalten
  • Aufbau neuer Backlinks
  • Optimierung basierend auf den ersten Daten

SEO-Relaunch: der Umzug in fünf Schritten

Wer einen SEO-Relaunch plant, also eine neue Website ohne unnötigen Sichtbarkeitsverlust, kann die Punkte 3, 4, 11, 13, 17 und 18 zu fünf Schritten bündeln:

  1. URL-Liste erstellen: Alle Adressen aus Sitemap, Crawl und Search Console sammeln (Punkt 3).
  2. Jeder alten Adresse ein Ziel geben: Der Weiterleitungsplan ordnet jede alte Adresse einer neuen zu, nicht pauschal der Startseite (Punkt 4).
  3. Weiterleitungen testen: Jede 301 einzeln prüfen, auch Ketten und 302 (Punkt 13).
  4. Sitemap einreichen: Die neue Sitemap in der Search Console melden, sobald die Seite live ist (Punkt 17).
  5. Search Console kontrollieren: In den ersten Wochen auf Fehlerseiten, Indexierung und Positionen achten (Punkt 18).

Eine kurze Erklärung zum Begriff finden Sie im Lexikon unter 301-Weiterleitung.

Die wichtigsten Takeaways

  1. Planen Sie ausreichend Vorbereitungszeit ein, bevor der Go-Live-Termin feststeht
  2. 301-Weiterleitungen sind die wichtigste Absicherung der bestehenden Sichtbarkeit
  3. Testen Sie alles auf einer Staging-Umgebung vor dem Go-Live
  4. Beobachten Sie die Entwicklung mehrere Wochen nach dem Start
  5. Ein Relaunch ohne SEO-Plan ist ein teurer Fehler

Häufige Fragen

Gibt es eine Checkliste für einen Website-Relaunch?

Ja, die steht auf dieser Seite: 20 Punkte in drei Phasen (vor, während und nach dem Relaunch), dazu der SEO-Umzug in fünf Schritten.

Was gehört in eine SEO-Checkliste für den Relaunch?

Eine vollständige URL-Liste, der Weiterleitungsplan mit einem Ziel je alter Adresse, getestete 301-Weiterleitungen, Titel, Beschreibungen und strukturierte Daten auf der neuen Seite, eine neue Sitemap und die Kontrolle in der Search Console nach dem Start. Die Details stehen in den Punkten 3, 4, 11, 13, 17 und 18.

Wie es weitergeht

Was ein Relaunch ist, wie lange er dauert und was er kostet, steht mit Quellen und Stand auf der Seite Website-Relaunch.

Wenn Sie einen Relaunch planen, hilft Ihnen der Website-Check vor dem Relaunch als erste Einschätzung. Die Umsetzung mit Weiterleitungsplan und Preisen nach Projektart steht auf der Seite Website-Relaunch bei webAION. Zur Einordnung im Betrieb: SEO-Umzug und laufende Betreuung.

Neue Website geplant?

Eigener Astro-Code statt Baukasten, mieten ab 79 €/Monat oder kaufen ab 2.490 €. Hosting, Wartung und DSGVO inklusive.

ROI-Check

Was kostet Sie eine schlechte Website?

Schlechtes Design kostet Vertrauen, und damit Umsatz. Berechnen Sie Ihr Potenzial.

1,000
2.0%

Typisch sind 1% - 3%.

Ihr ungenutztes Potenzial

+0 €

pro Monat durch 30% UX-Optimierung

  • Mehr Anfragen durch klare Call-to-Actions
  • Höhere Sichtbarkeit durch Google-Optimierung
Potenzial heben

Das könnte Sie auch interessieren